Hamburg: Haus K. in O.

Haus K. in O., 1930-1932. Architekt: Martin Elsaesser
Haus K. in O., 1930-1932. Architekt: Martin Elsaesser

Haus K. in O., 1930–1932. Architekt: Martin Elsaesser

Haus K. in O., 1930-1932. Architekt: Martin Elsaesser

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Haus K. in O., 1930–1932. Architekt: Martin Elsaesser

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Haus K. in O., 1930–1932. Architekt: Martin Elsaesser

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Haus K. in O., 1930-1932. Architekt: Martin Elsaesser

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Haus K. in O., 1930-1932. Architekt: Martin Elsaesser

Haus K. in O., 1930–1932. Architekt: Martin Elsaesser

1930 – 1932

Architekt: Martin Elsaesser

Parkstraße 51, Hamburg

Die Villa Kretkamp in Othmarschen, die Martin Elsaesser für den Unternehmer und Mäzen Philipp Fürchtegott Reemtsma entwarf, war eines der größten Bauvorhaben für ein privates Landhaus der dreißiger Jahre.

Unter der Bezeichnung Haus K. in O. plante und reali­sierte Elsaesser auf einem Flurstück mit dem Namen Kretkamp in äußerster Diskretion ein 1.700 Quadratmeter großes Privathaus.

Reemtsma wünschte sich ein Wohnhaus für seine Familie mit drei Söhnen aus erster Ehe sowie reprä­sen­ta­tiven Räume für sein gesell­schaft­liches Leben.

Am 14. Juni 1929 erwarb er aus dem Nachlaß des Hamburger Kaufmanns Heinrich Friedrich Kirsten zwei östlich vom Jenischpark gelegene Grundstücke, die von diesem durch die Straße Holztwiete getrennt sind.

Diese Grundstücke wurden durch eine Pferdeweide und ein weiteres Areal zu einem Grundstück von rund 64.000 Quadratmetern mit einer Tiefe von 455 Metern erweitert, auf dem die reprä­sen­tative Privatvilla errichtet werden sollte.

An dem geschlos­senen Wettbewerb für die Villa betei­ligten sich neben Elsaesser auch Henry van de Velde. Reemtsma disku­tierte seine Anforderungen bei einem Besuch in Brüssel mit van de Velde, lehnte dessen Entwurf jedoch ab und zahlte ihm schließlich als Entschädigung ein Planungshonorar von 10.000 RM.

Elsaesser, bis 1932 Stadtbaudirektor in Frankfurt am Main, wurde schließlich von Reemtsma mit der Realisierung beauftragt.

Er hatte die Idee eines sowohl einla­denden als auch reprä­sen­ta­tiven Wohnhauses für eine Familie mit drei Kindern und großzü­gigen Möglichkeiten der Unterbringung von Gästen und zahlreichem Personal am konse­quen­testen umgesetzt.

Auf einem Parkgrundstück entwarf Elsaesser einen flachen, fließenden Bau, der an einen Schiffskörper erinnert.

Die Villa ist als eine unter­kel­lerte zweige­schossige, in Teilen dreige­schossige, Stahlbetonkonstruktion konzi­piert und entspricht den Forderungen des Neuen Bauens.

Dazu zählen die freie Komposition aus kubischen Baukörpern mit Flachdächern (flach geneigte Dächer hinter gerade durch­ge­zo­genen Mauerblenden), die Fensterbänder, Profile und Bullaugen sowie der Verzicht auf jedes schmü­ckende Detail.

Der Grundriß des Erdgeschosses wird durch zwei recht­winklig mitein­ander verbundene Gebäudeteile bestimmt, die den Wohn- und Freizeitbereich markieren.

Nach Osten entstand ein überdachter Eingangsbereich mit Vorfahrt für Besucher.

Die Baupläne wurden von der Altonaer Bauverwaltung unter Gustav Oelsner, der dem Neuen Bauen aufge­schlossen gegen­über­stand, wohlwollend genehmigt.

Die Fassaden sind mit changie­renden grünli­ch/weiß-grauen Keramikplatten der Richard Blumenfeld Veltener Ofenfabrik AG verkleidet.

Ursprünglich war die Mauer an der Parkstraße ebenfalls mit diesen Platten verkleidet. Heute steht hier ein Zaun aus Stahlstreben.

Die filigranen Bronzerahmen der Türen und Fenster sind heute größten­teils durch Aluminiumprofile ersetzt.

Neben dem Wohnhaus wurden ein Wirtschaftsgebäude mit Wohnungen für die Angestellten, ein Pferdestall, Garagen mit einem Wasserturm und Stromgeneratoren sowie an der östlich gelegenen Parkstraße ein Pförtnerhaus errichtet.

Die Bauleitung übernahm zunächst ein Frankfurter Mitarbeiter Elsaessers, H. F. Kramer, der später von dem Architekten August Becker abgelöst wurde.

Die Gartenanlage wurde von Leberecht Migge im Sinne der Lebensreformbewegung entworfen.

Neben einem Reitgarten zwischen Villa und Pförtnerhaus entstand nach Norden ein Nutz- und Ziergarten.

Im Süden und Westen wurde das Gelände parkähnlich gestaltet und enthielt im südwest­lichen Teil einen Schwimmteich mit Badehaus, Wasserrutsche und einem kleinen Strand.

Die Ausführung der meisten Möbel erfolgte in den Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk (Bremen und München).

Ergänzt wurden diese durch Serienmöbel wie die Stahlrohrsessel von Ludwig Mies van der Rohe.

Das Haus wurde am 16. Mai 1945 durch die britische Besatzungsbehörde beschlag­nahmt, die darin ein Offizierskasino einrichtete und das Haus bis 1952 nutzte.

1950 verzichtete Philipp Reemtsma auf die Wohnnutzung des Hauses. Er lebte danach in der unmit­tel­baren Nachbarschaft.

1952 wurde der Komplex von der Reemtsma GmbH aus Reemtsmas Privatvermögen zurückerworben.

Im Dezember 1952 wurde mit dem Bau der Verwaltung für die Reemtsma GmbH unter der Leitung von Godber Nissen begonnen.

In der Villa wurden verschiedene Umbauten vorge­nommen, wobei die vorhandene Substanz teilweise verdeckt wurde.

Die Gartenanlage wurde von Heinrich Wiepking-Jürgensmann zum Park umgestaltet.

Im Zuge des Verkaufs der Reemtsma-Gruppe ging das Grundstück im Jahr 2003 an die Geschwister Herz über.

Das Wirtschaftsgebäude wurde abgerissen und ein neues Wohngebäude mit Mietwohnungen errichtet.

Als das Grundstück an die Familie Herz überging, wandte sich Johannes Weckerle an Hermann Hipp vom Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg.

Weckerle war Leiter der Tabakhistorischen Sammlung, die in der Villa unter­ge­bracht war und 2004 als Schenkung an das Museum der Arbeit ging.

In der Folge wurde das Denkmalschutzinteresse geprüft. Seit 2006 steht sie unter Denkmalschutz.

Ende 2008 bis Sommer 2009 erfolgte eine Restaurierung und Modernisierung der Villa durch den Architekten Helmut Riemann unter Beteiligung der Denkmalschutzbehörde.

Haus K. in O., 1930-1932. Architekt: Martin Elsaesser

Haus K. in O., 1930–1932. Architekt: Martin Elsaesser

Haus K. in O., 1930-1932. Architekt: Martin Elsaesser

Haus K. in O., 1930–1932. Architekt: Martin Elsaesser

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