Leipzig: Untergrundmessehaus

Eingangsbauwerk der ehemaligen Untergrundmesse am Markt, 1924. Architekt: Otto Droge, Carl Crämer ©Daniela Christmann
Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

1924 – 1925

Architekten: Otto Droge (Eingangsgebäude), Carl Crämer (Messehaus)

Markt 1, Leipzig

Das von den Architekten Carl Crämer und Otto Droge entworfene Untergrundmessehaus, auch Untergrundmessehalle genannt, am Markt in der Leipziger Innenstadt war das erste unterirdische Ausstellungsgebäude der Welt.

Es wurde in den Jahren 1924 bis 1925 errichtet.

Historischer Hintergrund

Seit der Frühjahrsmesse 1919 hatte der Stadtrat den Bau einer hölzernen Ausstellungshalle auf dem Leipziger Marktplatz erlaubt.

1922 befristete man die Erlaubnis zum Bau der provisorischen Halle jedoch nur noch bis zur Herbstmesse 1924.

Da die Ausstellungsflächen direkt am Markt sehr gefragt waren, beschloss man, in den Untergrund auszuweichen, um weiterhin von der zentralen Lage profitieren zu können.

Die wirtschaftliche Grundlage des Vorhabens konnte durch die Beteiligung der Aussteller an den Baukosten gesichert werden.

Bauwerk

Die Ausschachtungsarbeiten für die Untergrundmessehalle begannen am 28. Mai 1924.

Nach ihrer Fertigstellung zur Frühjahrsmesse Leipzig 1925 bot sie auf einer Fläche von 1.800 Quadratmetern Platz für 175 Aussteller.

Die neunschiffige, eingeschossige Stahlbetonhalle wurde durch vier Gänge erschlossen, die vom Eingangsgebäude aus in Längsrichtung verliefen.

Zu beiden Seiten dieser Gänge lagen die unterschiedlich großen Ausstellungskojen. Die Wände und Stützen im Inneren der Halle waren verputzt, die Decken sparsam bemalt.

Die Höhe der Halle nahm, bedingt durch das Gefälle des Marktplatzes, nach der Ostseite hin ab.

Eingangsgebäude

Das von Architekt Otto Droge entworfene Eingangsgebäude ist in Rochlitzer Porphyrtuff ausgeführt.

Der als zweiläufige Treppe ohne Dach gestaltete Eingang tritt maßvoll hinter die historische Bebauung am Marktplatz zurück.

Sanierung und Abbruch

Von 1986 bis 1988 wurde die Untergrundmessehalle saniert.

Im Zuge des Baus des City-Tunnels wurde die Halle 2003 bis auf das Eingangsgebäude abgebrochen.

Heutige Nutzung

Hinter dem noch existierenden Eingangsgebäude befindet sich der Zugang zur S-Bahn-Station Markt in der Leipziger Innenstadt.

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

Untergrundmessehaus, 1924-1925. Architekt: Otto Droge. Foto: Daniela Christmann

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