München: Elisabethstraße

Wohnhaus, 1907. Architekt: Jakob Bender ©Daniela Christmann
Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender. Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender. Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender. Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender. Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender. Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender. Foto: Daniela Christmann

1907

Architekt: Jakob Bender

Elisabethstraße 34–38, München

Der viergeschossige Walmdachbau in Ecklage an der Elisabethstraße in München-Schwabing wurde im Jahr 1907 nach Plänen des Architekten Jakob Bender errichtet,

Im vierten Stock des Hauses Nummer 38 wohnte viele Jahre lang der Maler Karl Caspar.

Schwabing

Mit der Eingemeindung im Jahr 1890 hatte ein Bauboom in Schwabing eingesetzt. Es entstanden zahlreiche neue Wohnhäuser und die Atelierwohnungen in den obersten Stockwerken waren ideal für Künstler.

Die Kunstakademie lag in der Nähe und in der Maxvorstadt, einem südlichen Nachbarviertel von Schwabing, befanden sich zahlreiche Malschulen.

Elisabethstraße

Die Elisabethstraße in Schwabing wurde im Jahr 1898 nach Kaiserin Elisabeth von Österreich benannt. Sie war die Tochter von Herzog Max in Bayern, Mutter von Gisela (der Frau von Prinz Leopold) und Cousine von König Ludwig II.

Sie war mit Kaiser Franz Joseph I. verheiratet, nach dem bereits seit 1894 die Franz-Joseph-Straße in Schwabing benannt war.

Das Paar weilte öfter bei seiner Verwandtschaft in Schwabing, sowohl im Palais Leopold als auch im nahegelegenen Schloss Biederstein.

Persönlichkeiten

Literaten und Lyriker wie Frank Wedekind, Lion Feuchtwanger, Erich Mühsam, Stefan George und Oskar Maria Graf prägten das Viertel. Hinzu kamen Maler rund um die Künstlervereinigung Der Blaue Reiter, zu denen Wassily Kandinsky, Franz Marc, Paul Klee, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin zählten.

Simplicissimus und Jugend

Im Jahr 1896 wurden mit dem Simplicissimus und der Jugend zwei prägende Zeitschriften eingeführt. Letztere wurde namensgebend für die Kunstrichtung des Jugendstils.

Wahnmoching

Gräfin Franziska zu Reventlow, die sich mit ihrer adeligen Familie überworfen hatte und als ‚Schwabinger Gräfin‘ ein unkonventionelles Leben in München führte, setzte der Künstlerszene in dem Roman Herrn Dames Aufzeichnungen oder Begebenheiten aus einem merkwürdigen Stadtteil ein literarisches Denkmal.

Für Schwabing erfand sie den Spitznamen Wahnmoching, der sowohl dem dörflichen als auch dem ideellen Charakter des Stadtteils Rechnung trug.

Bauwerk

Die reichen geometrischen Formen und floralen Motive finden sich sowohl an der Fassade als auch an den schmiedeeisernen Balkongittern wieder.

Das Mietshaus in der Elisabethstraße zeigt alle für den Jugendstil typischen Gestaltungselemente: farbige geometrische und florale Formen im Fassadendekor, verzierte Giebel, Erker, Balkone und eine turmartig erhöhte Eckausbildung.

Denkmalschutz und Fassadenpreis

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und erhielt 1990 den Fassadenpreis der Stadt München.

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender Foto: Daniela Christmann

Miethaus, 1907. Architekt: Jakob Bender Foto: Daniela Christmann

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