Celle: Direktorenwohnhaus

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Photo: Daniela Christmann
Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

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Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

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Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

1930 – 1931

Architekt: Otto Haesler

Magnusstraße 5, Celle

Das freiste­hende L‑förmige Einfamilienwohnhaus wurde als Dienstwohnung für den Direktor des Staatlichen Gymnasiums Ernestinum in Celle in den Jahren 1930 bis 1931 nach einem Entwurf des Architekten Otto Haesler errichtet. Bauherr war das Preußische Hochbauamt.

Als Baugrundstück bestimmte das Hochbauamt das Gelände eines Kinderspielplatzes in der Grünfläche des sogenannten Französischen Gartens, das an die Magnusstraße grenzt und sich in der Nähe des Gymnasiums befindet.

Der zweige­schossige Stahlskelettbau in strenger Kubatur steht frei am Westrand des Parkgeländes in Celle.

Ziel Haeslers war es, das Gebäude nicht schwer­fällig, sondern möglichst leicht als inter­essant gestaf­felte Komposition in die Parkanlage zu integrieren.

Das Gebäude mit Flachdach verbindet auf einer Fläche von 350 Quadratmetern einen Wirtschafts- mit einem Wohntrakt. Da der Baugrund wegen des hohen Grundwasserstandes keine Unterkellerung zuließ, trennte Haesler das Haus in einen Wohn- und Wirtschaftstrakt.

An der Ostseite des Gebäudes befindet sich zum Park hin eine schmale Terrasse und ein Balkon.

Der zweige­schossige Wohntrakt ist in Nord-Süd-Richtung parallel zum Straßenverlauf ausge­richtet. Im Erdgeschoss verfügt er über eine Geschosshöhe von 3,50 Meter, im Obergeschoss von 2,70 Meter.

An der Nordseite lagert der Wohntrakt auf zwei Stützen. Dort setzt im rechten Winkel der einein­halb­ge­schossige Wirtschaftstrakt an, der über einen Nebeneingang zugänglich ist.

Im Schnittpunkt von Wohn- und Wirtschaftstrakt liegt das durch ein großes Fensterband belichtete Treppenhaus.

Beim reprä­sen­ta­tiven Direktorenwohnhaus handelt es sich mit dem Preußischen Hochbauamt als Bauherr um die erste staat­liche Bauaufgabe für den Architekten Otto Haesler.

Bis 1954 wurde das Gebäude als Wohnhaus für die Direktoren und Mitarbeiter des Gymnasiums Ernestinum genutzt. In den darauf­fol­genden Jahren wurde es durch den Deutschen Gewerkschaftsbund und ab 1972 als Jugendzentrum genutzt. Seit 2006 bis Anfang 2020 befand sich in dem Gebäude eine Kunstgalerie.

Anfang der 1980er Jahre gab es Pläne, das zu diesem Zeitpunkt unansehnlich gewordene Direktorenwohnhaus abzureißen, um wegen des Parkplatzmangels ein Parkhaus in Innenstadtnähe zu errichten. Diese Pläne wurden 1983 verworfen.

Im Jahr 2005 wurde das Gebäude umfassend denkmal­ge­recht saniert und die ursprüng­liche Farbigkeit rekon­struiert. Fast alle Fenster konnten erhalten werden.

Im Wohn- und Arbeitsbereich befinden sich Kastenfenster, während die Fenster in Küche, Flur und Treppenhaus mit Doppelverglasung ausge­stattet waren.

In seinem Celler Architekturbüro beschäf­tigte Otto Haesler zahlreiche Mitarbeiter. Darunter waren auch ehemalige Schüler des Dessauer Bauhauses. Neben Hermann Bunzel und Walter Tralau war dies auch die Architektin und Möbeldesignerin Katt Both als erste weibliche Mitarbeiterin des Büros.

Both war an allen großen Bauvorhaben des Büros beteiligt, darunter die Projekte Dammerstock in Karlsruhe, Rothenbergsiedlung in Kassel, Friedrich-Ebert-Siedlung in Rathenow, die Jugendherberge in Müden und das Aschrotthaus in Kassel. In Celle betei­ligte sie sich an den Planungen für das Direktorenwohnhauses und der Siedlung Blumläger Feld.

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930-1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

Direktorenwohnhaus, 1930–1931. Architekt: Otto Haesler. Foto: Daniela Christmann

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