Zwenkau: Haus Rabe

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann
Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading

1929 – 1930

Architekt: Adolf Rading

Ebertstraße 26, Zwenkau

Das Wohnhaus mit Arztpraxis wurde 1929 bis 1930 nach Plänen des Architekten Adolf Rading für den Arzt Dr. Erich Rabe und seine Frau Erna in Zwenkau erbaut. Bei der Innenausstattung arbeitete Rading eng mit dem Künstler und Meister des Bauhauses Oskar Schlemmer zusammen.

Adolf Rading hatte seine Bauherren meist über private Beziehungen kennen­ge­lernt. So auch beim Auftrag für das Haus Rabe. Erna Rabe war eine Schulfreundin von Else Leschnitzer, die Adolf Rading 1928 gehei­ratet hatte.

Das private Wohnhaus Rabe eröffnete nach Radings Projekten zu den Werkbund-Ausstellungen in Stuttgart und Breslau gestal­te­rische Möglichkeiten, die er gemeinsam mit Oskar Schlemmer im Sinne eines Gesamtkunstwerks umzusetzen wusste.

Der Entwurf des kubischen Einfamilienhauses auf dem Grundstück Ebertstraße 26 stieß zunächst auf Ablehnung in der Nachbarschaft und vor allem bei den Genehmigungsbehörden. Die Baugenehmigung wurde schließlich unter anderem auch deswegen erteilt, weil die Straßenfassade laut Genehmigungsplännen überwiegend von Bäumen verdeckt werden sollte.

Das schlichte Äußere des Baukörpers, ein weiß verputzter Würfel mit türkis lackierten Fensterrahmen, verrät zunächst nichts über den Reiz der räumlichen Gestaltung im Inneren.

Im Erdgeschoss des dreige­schos­sigen Hauses befanden sich die Praxis- und Warteräume, die über einen separaten Eingang zu erreichen waren, sowie die Garage und eine kleine Wohnung für das Hauspersonal.

Radings Wohnkonzept für das Haus Rabe entwi­ckelte er um eine, über zwei Stockwerke reichende, zentrale Halle mit großen Fensterflächen zur Straßen- und Gartenseite.

Zum Garten hin ist dem Wohnraum ein Wintergarten mit Veranda vorge­lagert, der über eine Freitreppe direkt mit diesem verbunden ist.

Die zentrale Wohnhalle nimmt die gesamte Tiefe des Hauses ein. Die Gläser der großen Fensterfront zur Straßenseite sind mit einem geome­tri­schen Muster geätzt, das unerwünschte Einblicke verhindert.

An die Wohnhalle schließen sich Küche und Sanitärräume sowie Gäste- und Kinderspielzimmer an. Auf der Straßenseite der Wohnhalle befindet sich in einer Nische eine Kaminecke mit Bibliothek.

Adolf Rading entwarf den Grundriss, die Raumgliederung sowie das Farbkonzept für das Wohnhaus. Oskar Schlemmer übernahm die künst­le­rische Ausgestaltung und die Innendekoration des Hauses.

Nach Radings Vorgaben wurden als Kontrast zu den hellen, olivgrünen Wänden der Wohnhalle rote Wandschranktüren und ein großflä­chiger, geome­trisch gemus­terter Bodenbelag aus blauem, grauem, schwarzem und rotem Linoleum gesetzt.

Die Decke über der Kaminnische versah Rading mit geome­tri­schen Flächen in schwarzen, grauen und weißen Farben.

Die über zwei Stockwerke reichende vierteilige Metallkomposition von Oskar Schlemmer,  bestehend aus den Elementen ‚Homo, Figur T‘ sowie einer Relieffigur, einem Achsenkreuz und einem Kopf im Profil ist im Originalzustand erhalten. Sie wird durch eine zeitge­nös­sische Röhrenlampenkonstruktion beleuchtet.

Die Drahtplastik ‚Homo, Figur T‘ geht auf eine Tuschezeichnung von 1919/20 zurück, die Schlemmer am Bauhaus in Weimar gefertigt hatte.

Sie bildete, gering­fügig verändert, die Vorlage für die Wanddekoration im Haus Rabe, deren fünf Meter hoher Profilkopf aus einem Band in Kupferblech geformt ist.

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Als Möblierung der Wohnhalle plante Rading ursprünglich mit schwarzen Stoffen bezogene, filigrane Stahlrohrmöbel. Über dem runden Esstisch ist eine an der Wand befes­tigte, auskra­gende, verstellbare Lampenkonstruktion installiert.

Im Obergeschoss des Hauses befanden sich die privaten Räume der Familie und ein Zimmer für das Kindermädchen.

Das Obergeschoss erreicht man über einen Treppenaufgang, das ein dreitei­liges, über zwei Stockwerke reichendes Wandbild von Oskar Schlemmer schmückt.

Am Treppenaufgang befindet sich ein Profilkopf, dessen Umriss die Drehung des Treppengeländers nachzeichnet.

Neben dem verti­kalen Fensterband im Treppenhaus zeichnete Schlemmer eine über zwei Stockwerke reichenden Karyatide. Den Übergang zum Obergeschoss markiert eine gestreckte, tänze­rische Halbfigur.

Straßenseitig wurden das Kinderzimmer mit Durchgang zum Familienbad eingerichtet.

Über einen zweiten Ausgang gelangt man vom Bad aus in das Schlafzimmer der Eltern. Dort dominieren die Farben Rot und Weiß an Wänden, Decken und Fußboden, zu denen das in schwarz gehaltene Bett einen Kontrast bildet.

Nach der Fertigstellung des Gebäudes lebte und arbeitete das Ehepaar Rabe bis 1965 im Haus, anschließend übernahm ihre Tochter Gabriele Schwarzer die Arztpraxis.

1994 kaufte der Kunstmäzen Horst Schmitter das Gebäude und ließ das Haus, das noch nahezu im Orginalzustand erhalten war, durch das Büro Albert Speer & Partner in den Jahren 1995 bis 1996 denkmal­ge­recht sanieren.

Mittlerweile wurde das Denkmal durch die Kulturstiftung Leipzig übernommen. In den Jahren 2017 bis 2018 wurde das Haus erneut saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Künstlerische Gestaltung: Oskar Schlemmer. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929-1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

Haus Rabe, 1929–1930. Architekt: Adolf Rading. Foto: Daniela Christmann

 

 

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