Wien: Hochhaus Herrengasse

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann
Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Das Wohnhaus in der Herrengasse. Von Siegfried Theis und Hans Jaksch. In: Profil. Österreichische Monatsschrift für bildende Kunst, 1933, S. 96. ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Das Wohnhaus in der Herrengasse. Von Siegfried Theis und Hans Jaksch. In: Profil. Österreichische Monatsschrift für bildende Kunst, 1933, S. 96. ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Das Wohnhaus in der Herrengasse. Von Siegfried Theis und Hans Jaksch. In: Profil. Österreichische Monatsschrift für bildende Kunst, 1933, S. 97. ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Das Wohnhaus in der Herrengasse. Von Siegfried Theis und Hans Jaksch. In: Profil. Österreichische Monatsschrift für bildende Kunst, 1933, S. 97. ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

1931 – 1932

Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch

Herrengasse 6–8, Fahnengasse 2, Wallnerstraße 5–7, Wien, Österreich

Vorgeschichte

In den Jahren 1931 bis 1932 errichtete man das Hochhaus in der Herrengasse nach Plänen der Architekten Siegfried Theiss und Hans Jaksch auf einer innen­städ­ti­schen Brachfläche in Wien, die nach dem Abbruch des Palais Lichtenstein zwei Jahrzehnte unbebaut geblieben war.

Nach dem Abriss des Palais der Familie Liechtenstein im Jahr 1913 hatte ein Konsortium, bestehend aus der Österreichischen Aktiengesellschaft für Bauunternehmungen und der Österreichischen Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe, das Grundstück erworben.

Erste Pläne sahen den Bau eines modernen Luxushotels vor. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs machte die Planungen jedoch zunichte.

Planung

Die Pläne zum Bau eines ersten Wiener Hochhauses auf dem Grundstück stießen zunächst auf unter­schied­liche Reaktionen in den politi­schen Parteien der Stadt.

1929 hatte die sozial­de­mo­kra­tisch regierte Stadtverwaltung für eine Änderung der Wiener Bauordnung gestimmt, welche die Errichtung von Hochhäusern in einer Höhe von über 26 Metern erlaubte.

Die Planungen für das Grundstück sahen zunächst ein inner­städ­ti­sches Zentrum mit Lesehallen, begeh­baren Dächern, Büros für gemein­de­eigene Institutionen und insgesamt 250 Wohnungen vor.

1931 beschloss die christlich-soziale Bundesregierung eine Abgaben-Novellierung, die den großen Gemeinden – allen voran Wien – ihre finan­zielle Sonderstellung entzog und sie mit hohen Gebühren belastete.

Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Finanzknappheit durch die Weltwirtschaftskrise konnte sich die Gemeinde Wien die Errichtung eines derart großen Gebäudekomplexes nicht mehr leisten.

Hochhaus

Bereits im Juni 1929 war ein Wohnbau-Förderungsgesetz in Kraft getreten, mit der Wohnbau auch für finan­ziell besser Gestellte durch staat­liche Gelder gefördert werden konnte.

Im Auftrag des „Creditinstitutes für öffent­liche Unternehmungen“ wurde nunmehr im Jahre 1931 ein Wohnhochhaus mit 120 Wohnungen für Familien und 104 Wohnungen für Alleinstehende geplant.

Mit der Planung beauf­tragt wurden die Architekten Siegfried Theiss und Hans Jaksch, die seit 1907 eine Ateliergemeinschaft unter dem Namen Theiss & Jaksch führten.

Der Gesamtkomplex setzt sich aus Bauteilen mit sieben und neun Stockwerken, die sich um zwei Innenhöfe erstrecken, sowie dem sechzehn Stockwerke hohen Turmbau zusammen.

Hofseitig ist das Wohnhochhaus mit einem halbrund verglasten Treppenhaus erschlossen.

Der klar struk­tu­rierte Baukörper, der nur in den letzten Geschossen zurück­ge­staffelt ist, sowie der Verzicht auf jegliches Baudekor und die schlichte, farblich abgesetzte Geschäftszone entsprechen ganz den Prinzipien der Architektur der Neuen Sachlichkeit.

Einige der Wohnungstypen nahmen auf die sich verän­dernde gesell­schaft­liche Situation Bezug und waren für allein­ste­hende, berufs­tätige Frauen und Männer konzipiert.

Von der Herrengasse aus ist die eigent­liche Höhe des Gebäudes von insgesamt 52 Metern nicht sichtbar.

Durch das Abrücken von der Bauflucht in der Herrengasse und durch die Abtreppung des Turms ab der zwölften Etage erscheint das Haus nicht höher als die es umgebende Bebauung.

Für die Traufhöhe des Gebäudes war die Gesimskante des Nachbargebäudes in der Herrengasse maßgeblich.

Bei dem Nachbargebäude handelt es sich um das sogenannte Looshaus, das über eine Gesimshöhe von 25 Metern verfügte, weshalb auch das Nachbarhaus nicht höher erscheinen durfte.

Im Bereich der Dachschräge des Looshauses setzten die Architekten einen doppel­ge­schos­sigen, gläsernen Aufbau mit Flachdach an, der von der Straßenflucht weit zurück­springt und eine Terrassenzone ausbildet.

Tagsüber war in diesem Aufbau ein Restaurant unter­ge­bracht, das sich am Abend in ein Tanzcafé mit geöff­neter Decke wandelte.

Im Erdgeschoss wiederum werden die unter­schiedlich gestaf­felten Gebäudeteile durch eine einein­halb­ge­schossige, vollflächig verglaste Laden- und Gewerbezone zusammengegfasst.

Das Hochhaus in der Herrengasse blieb lange Zeit das einzige Hochhaus in der Stadt Wien.

Erst mehr als zwanzig Jahre später wurden der Ringturm (1955) und das Hochhaus am Matzleinsdorfer Platz (1958) fertiggestellt.

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

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Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

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Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931–1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

Hochhaus Herrengasse, 1931-1932. Architekten: Siegfried Theiss, Hans Jaksch. Foto: Daniela Christmann

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