München: Mietshaus Elisabethstraße

Wohnhaus, 1907. Architekt: Jakob Bender
Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

1907

Architekt: Jakob Bender

Elisabethstraße 34–38, München

Der Architekt Jakob Bender errichtete im Jahr 1907 den vierge­schos­sigen Walmdachbau in Ecklage an der Elisabethstraße in München-Schwabing.

In vierten Stock des Hauses Nummer 38 wohnte lange Jahr der Maler Karl Caspar.

1890 hatte mit der Eingemeindung ein Bauboom in Schwabing einge­setzt. Zahlreiche neue Wohnhäuser entstanden und die Atelierwohnungen in den obersten Stockwerken waren ideal für Künstler.

Die Kunstakademie lag in der Nähe und zahlreiche Malschulen befanden sich in der Maxvorstadt, einem südlichen Nachbarviertel von Schwabing.

Literaten und Lyriker wie Frank Wedekind, Lion Feuchtwanger, Erich Mühsam, Stefan George und Oskar Maria Graf prägten das Viertel. Hinzu kamen Maler rund um die Künstlervereinigung Der Blaue Reiter, zu denen Wassily Kandinsky, Franz Marc, Paul Klee, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin zählten.

1896 wurden gleich zwei prägende Zeitschriften auf den Markt gebracht – zum einen der Simplicissimus, zum anderen die Jugend, die namens­gebend für die Kunstrichtung des Jugendstils wurde.

Gräfin Franziska zu Reventlow, die sich mit ihrer adeligen Familie überworfen hatte und als Schwabinger Gräfin ein unkon­ven­tio­nelles Leben in München führte, setzte der Künstlerszene in dem Roman Herrn Dames Aufzeichnungen oder Begebenheiten aus einem merkwür­digen Stadtteil ein litera­ri­sches Denkmal.

Sie erfand für Schwabing den Spitznamen Wahnmoching, der sowohl dem dörflichen als auch dem ideellen Charakter Schwabings Rechnung trug.

Alle für den Jugendstil typischen Gestaltungselemente sind am Mietshaus in der Elisabethstraße vorhanden: farbige geome­trische und florale Formen im Fassadendekor, verzierte Giebel, Erker, Balkone sowie eine turmartig erhöhte Eckausbildung.

Die reichen geome­tri­schen Formen und floralen Motive finden sich sowohl an der Fassade als auch an den schmie­de­ei­sernen Balkongittern.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und erhielt 1990 den Fassadenpreis der Stadt München.

Die Elisabethstraße in Schwabing wurde 1898 nach Kaiserin Elisabeth von Österreich benannt. Sie war die Tochter des Herzogs Max in Bayern und Mutter von Gisela (der Frau von Prinz Leopold) sowie Cousine vion König Ludwig II.

Verheirat war Elisabeth mit Kaiser Franz Joseph I., nach dem bereits seit 1894 die Franz-Joseph-Straße in Schwabing benannt war.

Das Paar weilte öfter bei seiner Verwandschaft in Schwabing sowohl im Palais Leopold als auch im nahege­le­genen Schloß Biederstein.

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

Mietshaus, 1907. Architekt: Jakob Bender

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